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bei luna bestena der verdacht auf ein fibrosarkom, weshalb wir sie operieren lassen mussten

Lunas Halsschmerzen und späterer Verdacht auf ein Fibrosarkom - was in eine Operation mündete.



Bei Lunas Krankheitsgeschichte kommt man nicht ganz umhin, auch ein wenig auf Banditos Geschichte einzugehen, da diese beiden Geschichten am Anfang etwas miteinander zusammenhängen.

Als Bandito anfang März 2007 zu uns kam, war uns bereits im Tierheim aufgefallen, dass er hin- und wieder geniest hat. Der Pfleger versicherte uns, dass er dies bei ihm vorher noch nicht bemerkt hätte, wobei uns die Leiterin des Tierheimes erzählte, dass er schon an Schnupfen litt, seitdem er im Tierheim abgegeben wurde.

Nun ja, wir nahmen den kleinen mit nach hause, und gingen davon aus, dass sich dieses Problem recht schnell erledigen würde. Im Tierheim sass er in einem recht zugigen Käfig mit einer Anzahl anderer Katzen, so dass vermutlich der Schnupfen zwischen diesen Tieren immer mal wieder hin u. hergereicht wurde, und er sich nie wirklich davon erholen konnte. Bei uns zuhause in einer schönen, warmen Wohnung sollte sich das doch kurieren lassen (so war es dann später auch.)

Kaum war er ein bis zwei Tage bei uns, fing Luna an stark zu schlucken, was auf Halsscherzen hindeutete. Wir fuhren natürlich mit ihr zum Arzt, welcher ihr eine Spritze mit Antibiotikum in die linke Seite verabreichte.
Ihre Schluckbeschwerden wurden daraufhin auch recht schnell besser, allerdings bemerkte man plötzlich beim Streicheln eine Beule genau dort, wo ihr die Spritze verabreicht worden war.

Erst einmal gingen wir davon aus, dass dies ein Erguss oder Abszess sein würde. Nachdem sich der Knoten an ihrer Seite aber nach ein paar weiteren Tagen zwar veränderte (er wurde etwas kleiner, aber auch härter), aber nicht verschwand, brachten wir Luna wieder zum Tierarzt, welcher uns sofort einen Operationstermin gab, wegen des Verdachtes auf ein Fibrosarkom (Am Seitenende gehen wir kurz darauf ein, wobei es sich bei einem Fibrosarkom handelt).
Es bestand zwar immer noch die Möglichkeit, dass es sich nicht um einen bösartigen Tumor handeln könnte, aber nach kurzem Überlegen entschlossen wir uns dazu Luna zur Sicherheit operieren zu lassen. Schliesslich hatten wir mit Diablo ja kurz vorher bereits schon eine unserer Katzen durch Magenkrebs verloren.

Bei der Operation wurde dann der Knoten entfernt, und auch rund herum grosszügig Gewebe herausgeschnitten, um zu vermeiden, dass das Fibrosarkom, falls es denn überhaupt eines wäre - wiederkommen würde.

Das herausgeschnittene Gewebe wurde an einen Histologen geschickt, um genau zu bestimmen worum es sich denn nun gehandelt hat. Nach erster Ansicht des Gewebes tippte der operierende Tierarzt weiterhin auf eine bösartige Geschwulst.

Nach einigen Tagen quälender Warterei stand endlich der Befund des Histologen fest... es war KEIN Fibrosarkom, sondern "nur" eine Gewebsnekrose. Trotzdem sagte der Tierarzt, dass die Wahl Luna zu operieren sicherlich die bessere gewesen ist, 1. um ganz sicher zu gehen, und 2. hätta auch aus einer Gewebsnekrose immer noch ein bösartiger Tumor entstehen können.

Wir waren sehr erleichtert, zudem Luna die OP offenbar recht gut überstanden hatte, obwohl Sie eine wirklich grosse Narbe hatte, und sehr viel Gewebe entfernt worden war.

Einige Tage nach der OP war sie bereits fast die alte, und wir konnten sogar auf den für sie mehr als lästigen Halskragen verzichten, welchen sie verordnet bekam, damit sie nicht etwa selbst auf die Idee kommen würde sich die Fäden zu ziehen, mit welchen der Schnitt vernäht worden war.
Sie machte sich an den Fäden nicht zu schaffen, und somit konnte die Wunde in aller ruhe verheilen. Auch das Fell wuchs schnell wieder nach, und es ist nichts mehr zu bemerken von der ganzen Sache.



Bei einem Fibrosarkom handelt es sich um einen bösartigen Tumor, welcher häufig nach Impfungen mit Spritzen, oder überhaupt nach der Verabreichung einer Spritze bei Katzen auftritt.
Es handelt sich hierbei um einen Tumor, welcher in der Regel nicht zur Bildung von Fernmetastasen neigt, sondern sich lokal durch Wachstum ausbreitet. Unbehandelt führt ein Fibrosarkom langfristig zum Tod der Katze, und kann zur Zeit unseres Wissens nur operativ entfernt werden.
Hierbei ist zu beachten, dass man Gewebe sowohl bis zu 3cm rund um die gebildete Pseudokapsel herum wegschneidet (also das was man ertasten kann), sowie auch das Gewebe in die Tiefe sehr weitgehend entfernen muss, da ein sonstiges Nachwachsen des bösartigen Gewebes zu ca. 70% zu befürchten ist.
Tritt solch ein Fibrosarkom an den Extremitäten auf, so ist normalerweise die Amputation das Mittel der Wahl.



Hier geht es wieder zurück zu der Übersicht der Krankheiten, die im Jahr 2007 bei uns Einzug gehalten haben.


Wer unserer kleinen Familie übrigens im kleinen Rahmen nach diesen Schicksalsschlägen helfen möchte, der kann hier ein wenig weiterlesen.




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