Gebärmutterentzündung bei Katzen

Informationen zu Gebaermutterentzuendung

Viele Dosenöffner fragen immer wieder, warum man Katzen denn kastrieren soll, ob man da nicht zu sehr in die Natur eingreife oder es eine Qual sei, wenn man Katzen kastriert. Es gibt einen weiteren Grund, Katzen, gerade Kätzinnen, zu kastrieren: Ausser, dass sie 2-3 mal oder häufiger im Jahr rollig sind, ist ein Grund die Gebärmutterentzündung, die ausser durch Infektionserregern auch bei hormonellen Störungen entstehen kann, besonders häufig erkranken Katzen, die mit Geschlechtshormonen behandelt werden oder über längere Zeit rollig sind und nicht oder unfruchtbar gedeckt werden.

Ausserdem ist es für die Katze eine grössere Qual, rollig zu sein und nicht gedeckt zu werden, als gar nicht erst rollig zu werden. Und auch für Euch wird es angenehmer sein, denn eine rollige Katze kann ganz schön nervtötend sein.

Die Krankheitsbilder bei der Gebärmutterentzündung äussern sich wie folgt:

  • vermehrter Durst
  • Zunahme des Bauchumfangs
  • Appetitmangel
  • in vielen Fällen Scheidenausfluss, die Katze leckt sich häufig an besagter Stelle
  • apathisches Verhalten
  • stumpfes Fell
  • erhöhte Temperatur bis hin zum Fieber (Normalkörpertemperatur einer Katze liegt zwischen 38,0 bis 39,3 Grad Celsius rektal)

Bei den ersten Anzeichen müsst Ihr schleunigst zum Tierarzt, am besten am Telefon schon einmal die Symptome schildern oder die Vermutung einer Gebärmutterentzündung äußern, damit die Tierarzthelferin oder der Tierarzt im voraus schon Bescheid weiss und so einen schnellen Termin vereinbaren und Vorbereitungen treffen kann.

Bei Katzen, die nicht zur Zucht verwendet werden, ist die sicherste Behandlungsmethode das Entfernen von Gebärmutter und Eierstöcken durch Operation, auch ist dies eine sichere Prophylaxe (Vorbeugung) vor erneuten Erkrankungen.

Auch wird durch das Entfernen der Gebärmutter und der Eierstöcke somit das Risiko von späterem Gebärmutter- oder Eierstockkrebs ausgeschaltet.

Bei Katzen, die zur Zucht verwendet werden, wird in diesem Falle meist eine Antibiotikabehandlung herangezogen. Da die Katzen im Tierheim kastriert werden, bevor sie ihr Zuhause finden, vorausgesetzt, sie sind alt genug, ist da eine spätere Gebärmutterentzündung ausgeschlossen.

Bei Katzenkindern sollte man mit ca. 6 Monaten eine Kastration beim Tierarzt vornehmen lassen, um Gebärmutterentzündungen auszuschliessen. Was vor und bei der Kastration zu beachten ist und wie diese abläuft, wird unter dem Punkt Kastration noch einmal näher erläutert.